Gewinnung der Erdwärme
Die Gewinnung der Erdwärme erfolgt vorrangig auf dem Prinzip des Wärmeaustausches zwischen dem vorhandenen Erdreich und einer Kunststoffsonde.
Die Bohrung wird wie beim Brunnenbau ausgeführt. Aufgrund der durchschnittlich größeren Tiefen werden hierbei ggf. unterschiedliche Bohrspülzusätze verwendet. Nach dem Ziehen des Bohrgestänges erfolgt der Ausbau des Bohrloches mit der Erdwärmesonde. In die vorhandene Bohrung wird mittels eines Sondengewichtes das Kunststoffrohr auf die aufgebohrte Teufe herabgelassen.
Nachdem die Sonde bis in die entsprechende Tiefe eingesetzt wurde wird das Bohrloch durch ein Einhängerohr verpresst. Dabei wird eine Ton-Zementemulsion in das Bohrloch gepresst, welche dieses von unten her ausfüllt und bei Austritt aus dem Bohrlochhals einen wieder homogen verschlossenen Untergrund hinterlässt.
Der Vor- und Rücklauf der Erdwärmesonde werden nun an das jeweilige System der Wärmepumpe angeschlossen und mit einem Wärmeträger (einer speziellen, frostsicheren Flüssigkeit für den Wärmeaustausch) befüllt. Diese wird mit Inbetriebnahme der Wärmepumpe über eine Umwälzpumpe durch die Sonde / n gedrückt, nimmt innerhalb dieses Kreislaufes die vorherrschende Erdwärme auf und führt sie wieder dem Kältekreislauf der Wärmepumpe zu.
Wenn die Energieaufnahme über mehrere Bohrungen erfolgt, sind die Sonden in einem Verteilerschacht zusammenzuführen und ein hydraulischer Abgleich über einen Ver-teilerbalken vorzunehmen.
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